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Achtsamkeit: 5 Tipps für deinen Alltag

Dir brummt der Schädel vor lauter Alltagsstress. Du wachst auf und denkst an den Tag, der vor dir liegt. Bereits unter der Dusche gehst du deine To-Do-Liste durch. Beim Frühstück bist du mit den Gedanken schon beim bevorstehenden Meeting. Auf der Fahrt zur Arbeit hörst du nebenbei Musik oder Radio. Du bist mit deinen Gedanken mehr im vorhin, gestern, gleich oder morgen. Eben überall, nur nicht im Hier-und-Jetzt. Das ist schade! Denn, du riskierst die Gegenwart zu verpassen. Viele schöne Momente. Eigentlich wünscht Du Dir das anders? Dann hol’ wieder mehr Achtsamkeit in dein Leben. Ab sofort. Und ich unterstütze dich gern dabei! 

Achtsamkeit – was ist das eigentlich?

Auch wenn sich das Thema Achtsamkeit aktuell zu einem Trend-Thema entwickelt, ist es viel mehr als eine Modeerscheinung. Achtsamkeit kommt ursprünglich aus dem Buddhismus und hat eine sehr lange Tradition: Bewegst du dich achtsam durchs Leben, öffnest du dich für einen klareren Bewusstseinszustand, der es dir erlaubt, jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment wahrzunehmen und zuzulassen.

Heute fällt uns dieses Bewusstsein oder Bewusstwerden zunehmend schwerer. Unser Alltag ist von Hektik, Stress und vielen To-Dos geprägt. Dabei sind es oft alltägliche Momente, die uns glücklich machen, wenn wir sie mit allen Sinnen wahrnehmen – glaubst du nicht? Dann lass mich noch ein wenig konkreter werden.

 

Wie achtsam bist du?

 

Wir erledigen jeden Tag unendlich viele Dinge völlig automatisch. Funktionieren dabei einfach, ohne eine Situation bewusst zu (er)leben.

Manch einer mag nun sagen: „Ich nicht! Ich lebe vegan/vegetarisch, trinke meinen Kaffee nur mit Sojamilch und trinke grüne Smoothies!“ Das sind alles bewusste Entscheidungen für ein „besseres“ Leben. Aber, das meine ich nicht. Worüber ich hier rede, geht eher in diese Richtung:

Kannst du dich daran erinnern, wann du das letzte Mal den Duft deines Kaffees (mit oder ohne Soja-Milch) wahrgenommen hast? Du weißt es nicht? Ich frage mal weiter:

  • Wann hast du das letzte Mal bewusst gespürt, wie der warme (oder auch eiskalte) Strahl deiner Dusche dich morgens wachkitzelt?
  • Wann hast du bewusst den letzten schönen Sonnenuntergang beobachtet?
  • Wann hast du das letzte Mal bewusst innegehalten und einfach nur mal tief durchgeatmet?

Du erinnerst dich nicht? Dann liegt es vermutlich daran, dass du, wie wir alle, schnell mit deiner Aufmerksamkeit nicht im Augenblick, sondern irgendwo anders warst. Deine Gedanken dich abgelenkt haben.

 

Step by step zu mehr Achtsamkeit. Das möchtest du auch? Na, dann los!

Eines vorweg: Alles darf so bleiben, wie es ist. Du brauchst dein Leben nicht komplett umzukrempeln – kannst es sogar bereichern und die Genussmomente ausdehnen. Achtsamkeit gibt dir die Möglichkeit, an den Dingen, die du ohnehin jeden Tag tust und erlebst, „wirklich“ teilzuhaben und sie intensiv zu erleben.

Ziel ist, das Alltagsrauschen als solches zu erkennen und dich und das Leben wieder wahrzunehmen. Schon wenige achtsame Momente am Tag erhöhen deine Lebensqualität, machen dich zufriedener und können sogar Erkrankungen wie einem Burnout vorbeugen.

Du weißt nicht wie und wo du anfangen sollst? Hier kommen ein paar kleine Anregungen:

  1. Am Schreibtisch: Nutze deinen Körper als Anker

Spüre im Laufe des Tages immer wieder einmal in deinen Körper hinein. Bist du verspannt? Ist dir warm oder kalt? Fühlst du dich wohl oder unwohl? Nimm einen Wechsel deiner Körperhaltung wahr. Was kannst du tun, um eine Verspannung zu lösen? Strecke dich. Wie fühlt es sich nun an?

  1. Immer und überall (wenn du magst): Gönn’ dir eine Atempause

Du hetzt von einem Termin zum anderen und alles, was du gerade brauchst, ist eine Pause? Dann nimm sie dir: Verbinde dich im Laufe des Tages immer wieder einmal mit deinem Atem. Nimm bewusst wahr, wie der Atem fließt. Ist er tief oder flach? Vielleicht schließt du hierbei sogar deine Augen und fühlst ganz tief in dich hinein.

  1. Im Stau: Warten als Übung

„Och nö. Schon wieder eine rote Ampel. Eine Warteschlange. Stau.“ Anstatt mit Stress zu reagieren, nutze Wartesituationen wie diese aus, um deine Achtsamkeit zu „trainieren“. Richte deine Sinne und Wahrnehmungen auf genau diesen Moment aus. Wie bist Du gerade da?

  1. Im Bett: Reflektiere vorm Einschlafen

Du liegst im Bett und deine Gedanken halten dich vom Schlafen ab? Schaffe in dir Raum, indem du noch einmal reflektierst, wo Du schon tolle Achtsamkeitsmomente erlebt hast. Gab es Situationen in denen Du dir noch mehr Achtsamkeit gewünscht hättest? Wofür darfst du dir auf die Schulter klopfen? Wie haben sich diese Momente angefühlt?

  1. Immer und überall (wenn es unangenehm wird): Übe Stressresistenz

Du empfindest eine Situation als unangenehm? Die Bahn ist zu voll? Der Radiosender spielt die falsche Musik? Gehe in diese Situation bewusst hinein: Achte auf jedes Geräusch, jeden Geruch, jedes Gefühl, das diese Situation für dich unangenehm macht. In solchen Momenten achtsam zu sein, hilft dir dabei, dich selbst und deine Struktur in Stressmomenten besser kennenzulernen und du trainierst mit diesen Situationen einen friedvolleren und vielleicht sogar humorvolleren Umgang.

 

Achtsamkeit ist ein Bewusstseinszustand, den du zu jeder Zeit und an jedem beliebigen Ort für dich nutzen kannst. Sie hilft dir dabei, deine Gedanken zu ordnen und dir deiner selbst wieder bewusst zu werden. Bereits einfache Übungen reduzieren deinen Stresslevel im Alltag. Ich selbst bin ein großer Freund von „einfach mal machen, ausprobieren, sehen, wie ich mich damit fühle“. Also: Du bist am Ende des Artikels – jetzt kannst du die kleinen Tipps und Hinweise direkt umsetzen, wenn du magst. Und erzähle mir gerne, wie du dich davor, dabei und danach gefühlt hast. Ich freu mich auf deinen Kommentar. Hier unter dem Artikel oder auf unserer Facebook Seite.

 

Liebe Grüße,

Deine Imke

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