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Beruf vs. Berufung – muss ein Job immer Spaß machen?

Unser Leben hat sich zu einem Leistungssport entwickelt. Jedenfalls mag es oft so erscheinen: Eine gute Performance im Job. Der Familie gerecht werden. Soziale Kontakte pflegen. Die Präsenz in den sozialen Medien. Das ewige Vergleichen. Der Ansporn. Aber auch der Druck, der durch die ständige Berieselung durch die Medien entsteht, tragen ihr Übriges bei.

Die Sinnfrage

Bist du auch voll bis oben hin? An manchen Tagen regelrecht am Überlaufen? Dann geht es dir, wie vielen anderen in unserer Zeit und unserer westlich geprägten Welt. Nicht ohne Grund wächst in vielen der Wunsch immer stärker, sich selbst anders zu verwirklichen. Der Drang stets effizienter, leistungsfähiger, besser zu werden, dauernd zu kämpfen – und dabei noch gesund und glücklich zu sein, lässt uns erschöpft, aber auch fragend zurück:

„Was soll das eigentlich alles?“ „Ist das etwa das echte Leben?“ „Und, was ist überhaupt DAS echte Leben?“ „Möchte ich das alles so für mich?“ Kommen dir diese Fragen bekannt vor? Damit stehst du nicht allein da. Immer mehr Menschen versuchen den Sinn in dem zu erkennen, was sie tun. Sie begeben sich auf die Suche nach etwas, dass ihrem Leben genau diesen Sinn verleiht.

 

Ich arbeite, also bin ich – zufrieden?

Wenn du dir diese Gedanken auch schon einmal gemacht hast, dann wirst du kaum an dem Thema „Beruf und Berufung“ vorbeigekommen sein. Dafür nimmt die Arbeit für viele einfach einen viel zu großen Teil der Lebenszeit ein. Du verbringst viel Zeit mit ihr, beschäftigst dich viel mit ihr. Vor allem, wenn du mit deiner Tätigkeit auf Kriegsfuß stehen solltest, gehe ich davon aus, dass sich dir die Frage nach ihrem Sinn mindestens einmal aufgedrängt hat.

Dabei muss Sinn ja gar nicht unbedingt nur dann entstehen, wenn man etwas für das gesellschaftliche Wohl tut. Dich zufrieden zu machen kann schon sinngebend genug sein. Schließlich wirst du mit einem positiven Mindset auch einen viel positiveren Einfluss auf andere haben.

Wenn du nun aber zu denen gehörst, die sich mit ihrem Job nicht identifizieren können oder sogar frustriert sind, dass sie genau diesen Berufsweg eingeschlagen haben, dann ist da vielleicht auch gleichzeitig diese heimliche Sehnsucht alles über den Haufen zu schmeißen und deiner Berufung zu folgen.

KindergärtnerIn. KünstlerIn. YogalehrerIn. SchornsteinfegerIn. ÄrztIn. Du weißt gar nicht genau, was es sein sollte? Es könnte eigentlich alles sein, nur eben nicht das, was du gerade machst? Das kann frustrierend sein – wenn du mit den Gedanken haften bleibst am Unerfülltsein, in dem was du tust. Denn, das nimmt dem, was du tust erst recht den Sinn.

Ich denke, es gibt zwei Herangehensweisen, die dir in dieser Situation helfen können:

  1. Folge deiner Berufung
  2. Finde Zufriedenheit in dem was du tust

 

1. Folge deiner Berufung 

Der Berufung folgen. Das klingt so romantisch. Und vielleicht ist es das auch – wenn man denn weiß, was diese Berufung für einen ist. Du kannst noch nicht klar formulieren, was deine Berufung ist? Trotzdem weißt du, dass du zu etwas Anderem berufen bist, als zu dem Beruf, den du gerade ausführst? Dann können dir die folgenden Fragen eine Hilfe bei der Suche nach deiner Berufung sein:

  • Wofür brenne ich?
  • Was bedeutet Glück für mich?
  • Was sind meine Talente/ Hobbies/ Interessen?
  • Was sind meine (Kindheits-)Träume?
  • Wie sieht der perfekte Arbeitstag für mich aus?
  • Was sind meine Ziele im Leben?

Kommen dir schon ein paar konkretere Ideen in welche Richtung es für dich gehen könnte? Wenn ja, vielleicht magst du dir eine Liste machen, mit den Tätigkeiten von denen, du denkst, dass sie dich erfüllen könnten. Leichter gesagt als getan? Dann kann dich die „Reise zur Vision“ in unseren Audiodateien dabei unterstützen.

Überlege dir auch, ob du bereit bist, das Alte wirklich hinter dir zu lassen. Lassen sich einige deiner Wünsche für deine neue Tätigkeit sogar in deine bisherige Arbeit integrieren? Schau mal genau hin, was die neu gewonnenen Erkenntnisse und Ideen mit dir machen.

 

2. Finde Zufriedenheit in dem was du tust

Wer sagt eigentlich, dass ein Job immer Spaß machen muss, wenn du dich selbst verwirklichen oder deiner Berufung folgen möchtest? Du musst ja nicht gleich Yogalehrerin in Vollzeit werden. Dich zur Kindergärtnerin umschulen lassen. Oder in Vollzeit ein Studium absolvieren. Kannst du das, was dich erfüllt auch neben deiner jetzigen Tätigkeit ausführen oder umsetzen? Hilft es dir deinen bisherigen Job als Stütze anzunehmen? Er kann dir beispielsweise eine finanzielle Sicherheit bieten.

Kannst du deine Arbeit mit einem Lächeln machen, wenn du sie als deinen Freund und Unterstützer annehmen kannst? Vielleicht erkennst du sogar für dich, dass du deiner Berufung auch außerhalb der Arbeit folgen kannst? Es könnte ein Bienenvolk sein, das du kaufst oder eine Organisation für Straßenhunde, der du unter die Arme greifst.

Deine Berufung muss nicht etwas sein, das du täglich ausübst. Sie kann auch darin bestehen, eine lang ersehnte Reise zu unternehmen oder deinen nicht-perfekten Job zu behalten, aber von nun an mit einem Lächeln ins Büro zu gehen.

Wenn du für dich beschließt, dass deine Berufung auch außerhalb der Arbeit liegen kann, dann kann es dir helfen, deine tägliche Arbeit als Mittel zum Zweck zu betrachten, um deiner Berufung nachgehen zu können. Sei es auch nur finanziell. Versuche dich auf diesen positiven Aspekt zu konzentrieren. Vielleicht kannst du dafür dankbar sein?

 

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Fazit

Deine Berufung kann in so vielen kleinen Dingen zum Ausdruck kommen. Selbst einen ganz „einfachen“ Beruf kannst du mit so viel Hingabe ausüben, dass er dich erfüllt. Du musst dort nicht den Spaß deines Lebens haben. Nimm dir diesen Druck. Wenn du es schaffst, in ihm etwas Positives zu erkennen, können sich bereits ganz neue Türen für dich öffnen.

Ich bin überzeugt, wenn es dir gelingt, in deinem Beruf etwas zu erkennen, dass dich deiner Berufung näherbringt, und nicht von ihr fernhält, bietet sich dir die Möglichkeit, im Einklang mit deinem Wesenskern zu handeln. Und, damit bist du deiner Berufung schon ganz dicht auf den Fersen.

 

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