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Das Verhindern verhindern

Oder: Wie du neue Gewohnheiten WIRKLICH in den Alltag integrierst

Wir haben uns in den letzten Beiträgen mit den Themen Frühling, Aufbruch und Veränderung beschäftigt. An dieser Stelle passt es deshalb wunderbar, den Faden noch einmal aufzunehmen und uns in diesem Zusammenhang mit einigen Fragen zu beschäftigen: Wie kommt es, dass eine schöne Idee manchmal eben diese bleibt und nicht Wirklichkeit wird? Du möchtest gern etwas verändern. Du hast dir etwas vorgenommen. Du hast eine Idee. Und, trotzdem liegen zwischen der Idee und der Umsetzung Welten.

Ein neues Jahr hat begonnen – vor einigen Monaten schon. Aber, es ist nie zu spät, einen Neujahresvorsatz in die Tat umzusetzen. Ein gesünderes Leben zu führen beispielsweise. Wieder in dein Lieblingskleid zu passen. Ein paar Kilos zu verlieren. Ausreichend Wasser zu trinken. Mehr Bewegung. Doch, warum ist es so schwierig, alte Gewohnheiten abzulegen und neue in den Alltag zu integrieren, die dich deinem Ziel näherbringen?

Im folgenden Blogbeitrag geht es darum, wie du dich am Verhindern hindern kannst und dein Vorhaben WIRKLICH in die Tat umsetzt.

 

Die Angst vor Veränderung

Ob bewusst oder unbewusst. Hast du insgeheim nicht auch ein wenig Respekt vor Veränderungen? Damit bist du nicht allein. Auch, wenn wir uns gerade nichts sehnlicher als genau diese eine Veränderung wünschen, wehrt sich in uns oft etwas, dass lieber alles beim Alten belassen möchte. Und dieses Etwas kämpft mit harten Bandagen: Mit dem Bedürfnis nach Sicherheit. Doch, wenn man etwas Neues ausprobiert, gibt es diese Sicherheit nicht.

Im Folgenden möchte ich dir die drei Hauptverhinderer auf dem Weg zu Veränderungsmaßnahmen nennen:

  1. Die Kosten

Von heute auf morgen Vegetarier. Ein guter Vorsatz. Doch, was passiert bei der Geburtstagsfeier nächstes Wochenende? Beim gemütlichen Essen mit Freunden beim Lieblingsfranzosen? Da wird das obligatorische Coq au Vin fehlen. Etwas, das das gemeinsame Erlebnis trüben könnte. So etwas kann passieren. Muss es aber nicht. Trotzdem beschäftigt uns die Frage: „Was wird mich diese Veränderung kosten?“

  1. Die anderen

Vielleicht finden dich die anderen komisch? Vielleicht wirst du zum Außenseiter oder erhältst den Stempel „kompliziert“ (plötzlich muss es immer eine vegetarische Alternative geben)? Auch die Befürchtung vor Kommentaren, Zurückweisungen, Scheitern, Verlust (was sagen wohl die anderen dazu? Stehe ich allein da?) können uns Steine auf unserem Weg zum Ziel sein.

  1. Das Ergebnis

Der dickste Brocken auf unserem Weg ist mit Sicherheit die Frage nach dem Ergebnis: „ist das Gras wirklich grüner, dort, wo ich hinwill?“ Vielleicht ja. Vielleicht nein. Das lässt sich nicht immer so genau sagen. Und genau deshalb, geben wir oft auf, bevor wir es überhaupt versucht haben. Denn, es könnte sich unter Umständen nicht lohnen. All die verpassten schönen Momente. Der “komische” Vegetarier zu sein. Überhaupt: ein bisschen Schinken auf der Pizza kann doch nicht so schlimm sein.

 

Ganz schön gemein, diese Zweifel, die uns plagen. Und nun? Auf jeden Fall nicht den Kopf in den Sand stecken! Diese Gegenspieler auf dem Weg nach vorne gehören (meistens) dazu. Sie wollen das bestehende System erhalten, denn das fühlt sich zumindest sicher und vertraut an. Nimm Sie zur Kenntnis, aber konzentriere dich auf das, was dich auf deinem Weg unterstützt:

 

Deine Unterstützer

Was kannst du tun, damit die Verhinderer dich nicht an der Umsetzung deiner Idee hindern? Hier kommen unsere drei stärksten Unterstützer/Maßnahmen, die dir helfen, wirklich an einem Projekt dranzubleiben und es umzusetzen:

  1. „Jetzt-Oder-Nie-Ziele“

Prüfe, ob du wirklich an dem Punkt stehst, etwas verändern zu wollen. Ein „ich könnte, sollte müsste eigentlich mal“ hat keinen ausreichenden Schwung. Wenn du gleich am Anfang eines erdachten Vorhabens merkst, wie lau deine Motivation im Grunde ist, kannst du dir viel Zeit und Mühe sparen. Dagegen erinnerst du bestimmt auch so einen Moment im Leben, der die Qualität hatte, von: „jetzt ist es dran! Ohne Wenn und Aber“. In letzterem liegt eine enorme Energie, die dir reichlich Antriebskraft und Schub nach vorne gibt. Also, folge den „Jetzt-Oder-Nie-Zielen“!

  1. Herzensangelegenheit

Nimm dir etwas, das dein Herz wirklich höherschlagen lässt, denn nach unserer Erfahrung reichen kalkulierte, berechenbare Ziele auf Dauer nicht aus, um an etwas dranzubleiben.

Nach drei Tagen verpufft die Energie, weil kein rechtes Herzblut im Ganzen steckt. (wie zum Beispiel oft bei guten Vorsätzen). Wo also empfindest Du Leidenschaft und Glücksgefühle, wenn du es dir nur vorstellst?

  1. Leidenschaftlich mit dem Ziel verbinden

Wenn du etwas gefunden hast, das dich so richtig mitzieht. Etwas, das du dir auch gern in leuchtenden Farben vorstellen kannst. Ernenne das als dein Ziel. Geh von dort rückwärts bis ins Hier und Jetzt. Dem Punkt, an dem du gerade stehst. Welche drei oder fünf konkreten Maßnahmen sind erforderlich, um dieses Ziel zu erreichen? Leg sie sofort fest. Und, das machst du ab jetzt jeden Tag. Verbinde dich mit deinem Ziel, lass dir von ihm ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern und gehe kleine Handlungsschritte mit Freude darauf zu.

 

Wie das konkret aussieht?

Das lässt sich am besten an einem Beispiel erklären: Gesünder leben

  • Angenommen, du sehnst dich nach einer gesünderen Lebensweise. Was ist das Tolle daran? Das worauf du dich so freust. Was dir so wichtig ist, dass du dich unbedingt bewegen wirst?
  • Ist es das Gefühl, deinem Körper etwas Gutes zu tun? Möchtest du wieder in dein Lieblingskleid/ deinen Lieblingsanzug passen?
  • Stell es dir ganz bildlich vor. Je mehr du empfindest, was du dir wünscht, um so mehr verankert dein Hirn diese Bilder als zu erreichende Größe.
  • Und dann gehst du rückwärts: du gehst feiern mit deinen Liebsten (1), du wirst ein schickes Outfit zum Ausgehen brauchen (2), du stellst deine Ernährung um (3), du triffst dich mit einem Ernährungsberater (4), du suchst eine kompetente Ernährungsberatung (5), usw.

Tipp: feiere unbedingt alle Meilensteine unterwegs! Jeder noch so klein wirkende Schritt, selbst der, der wirkt, als ginge es rückwärts, statt nach vorne, ist toll! 

 

Ich hoffe, dass du aus diesem Beitrag etwas für dich herausziehen konntest und wünsche dir schon jetzt viel Erfolg bei der Umsetzung. Dem Dranbleiben an deiner Idee. Deinem Vorsatz. Deinem Plan. Genieße jeden Schritt als bewusstes Gehen in Richtung deines großen Ziels.

Du bist aktiv!
Du traust dich!
Du wagst etwas!
Du gehst für dich und das, was du sehen möchtest in der Welt!
Das ist großartig!
Bleib auf jeden Fall am Ball und hab Spaß unterwegs, Herausforderungen gehören dazu!

 

Genau das ist es, was wir „Dein bestes Leben leben“ nennen.

 

Alles Liebe,

deine Imke

 

 

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