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Visionssuche – eine Reise zu dir selbst

Habt ihr euch schon Mal auf den Weg zu euch selbst gemacht?

Bei der Visionssuche, welche ich (Ralf) zusammen mit Sylvia Koch-Weser jedes Jahr anbiete, geht es darum zu sich selbst zu finden – während man allein in der Wildnis ist.

Die ursprüngliche Form der Visionssuche (oder auch Traumfasten genannt) stammt aus Amerika und wurde von den Eskimos und Indianern, vor allem in Nordamerika, zur Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen; vorwiegend von Männern benutzt. Durch den Kontakt zu einem Schutzgeist aus dem Jenseits, wurde das Selbstvertrauen der (jungen) Menschen gestärkt, weshalb sie erfolgreicher in der Liebe, im Handel oder im Kampf waren.

Wenn man sich auf die Suche begibt, hat das immer viele beziehungsweise gute Gründe. Dies kann zum Beispiel der Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen sein, Krisen im Leben oder wichtige Entscheidungen aber auch einschneidende Erlebnisse wie Heirat, Scheidung, Krankheit oder gar der Tod.

Durch die Verbindung zur Natur und der Wildnis als Lehrer, schaffen wir es, uns wieder mit uns selbst zu verbinden. Wir können unser Leben wieder selbst in die Hand nehmen und haben Klarheit über die aktuellen Lebensumstände.  Während der Visionssuche kann man sich darüber klar werden, wer man ist und was man vom Leben möchte.

Visionssuche – wie läuft das ab? 

Für die Visionssuche begibt man sich an entlegene Orte, oftmals auf einen Hügel um dem Himmel näher zu sein, und übernachtet unter freiem Himmel. Der einzige Ballast für diese Reise ist ein Schlafsack, eine dünne Isomatte, eine Plane und ein Kanister Wasser.

So verbringt man vier Tage alleine und fastend in der Wildnis. In vielen Fällen haben die Suchenden sogar das Trinken abgelehnt.

“Es gibt Zeiten in deinem Leben, da ist es nötig alles hinter dir zu lassen. Zeit, hinauszugehen und mit Gott alleine zu sein, mit der Natur, mit ihren Wesen. Und an diesem einsamen Platz ist der Held oder die Heldin, der Suchende oder Pilger alleine mit den Wesen der Natur. Und an diesem einsamen Ort geht der Mensch auf Innenschau, erhält wie ein Geschenk Antworten, Klarheit, eine Vision, die er mit zurücknimmt zu seiner Gemeinschaft, auf dass sie weiter bestehen kann und blüht und damit das Leben weitergeht.”

Steven Foster, Vision Quest S. 130

 

Zur Vision in drei Schritten

Vorbereitung / Ablösung

In den ersten vier Tagen der Visionssuche befindet man sich noch in der Gruppe und bereitet sich auf die vier Tage Auszeit vor.

Hier klärt man die persönlichen Beweggründe für die Visionssuche, macht Übungen in der Natur und gestaltet Zeremonien und Rituale. Außerdem bereitet man sich auf die Fastenzeit vor und sucht sich seinen persönlichen Kraftplatz für die Zeit in der Wildnis.

Auszeit

In der Auszeit verbringt man vier Tage und Nächte alleine in der Wildnis. Die Leiter halten sich derzeit in einem Basislager auf um für die Sicherheit und Unterstützung der Gruppe zu sorgen.

Wiedereingliederung

Auch die Wiedereingliederung aus der Wildnis zurück in den Alltag dauert vier Tage. Hier findet dann eine zeremonielle Reinigung sowie das Fastenbrechen statt. Die Teilnehmer sprechen über ihre Erfahrungen während der Auszeit.

Durch dieses Ritual, auch »Rite of Passage« genannt, tritt man die Reise von einer Welt in die andere oder auch von einem Stadium des Lebens in das nächste an.

Es geht hierbei um das Loslassen, das Verändern und das veränderte Zurückkommen.

 

Wenn auch ihr an einer Gabelung in eurem Leben steht und euch die Antworten auf eure Fragen fehlen, dann würde ich auch gerne dazu einladen, bei der nächsten Visionssuche im September in Osterreich dabei zu sein.

Ich freue mich auf euch und auf eure Geschichten,

Ralf

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